als meine eltern uns am letzten wochenende besuchten, wurde mein vater am freitag abends unauffällig auffällig umtriebig. seine augen forschten im haus herum. der kopf drehte sich, eine gewisse unruhe ging von ihm aus. man merkte, etwas beschäftigte den mann sehr.
wie beiläufig ging er später durch die räume. alle ölgemälde von ihm an den wänden wurden gesucht, begutachtet, wieder entdeckt. "peter, wo ist denn das bild mit..."
"das hängt oben in der galerie in der schräge". es dauerte eine weile bis heinrich wieder im wohnzimmer war. öl gewordene zeit, konservierte zuwendung, haltbar gemachte liebe. gut zwanzig ölgemälde von ihm sind hier an den wänden. sicher wollte er die mal wieder besuchen. zu weihnachten oder zum geburtstag, oder zu beiden anlässen will er mir sein bislang letztes werk schenken. ich habe es letztens in seinem atelier auf der staffelei gesehen.
ich freue mich schon sehr darauf.
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