Dienstag, 30. Oktober 2012

Onkel Karl-Heinz hat Geburtstag...

...damals war es üblich, dass für Geburtstagsfeiern geladen wurde. Oft gab es Bienenstich, als Alternative einen "Weck" mit Schnittkäse, der bei "Frieda" im Laden um die Ecke eingekauft wurde.
Meist wurde dann Musik, meistens Operetten, vom Tonband abgespielt. Oder eine wichtige Radiosendung lief, zum Beispiel das Wunschkonzert.
Onkel Karl-Heinz war auch der Mofa-Fahrer der Familie. Bis rüber ins Bergische ist er mit seinem Mofa gefahren. Ersatzteile besorgen zum Beispiel für die Waschmaschine.
Onkel Karl-Heinz war es auch, der mir meine erste motorisierte Fahrt überhaupt ermöglichte. So fuhr ich als kleiner Steppke von vielleicht 11 Jahren über deren Gartenweg. Seitdem war es um mich geschehen. Die Leidenschaft rund um Motorrad und Fahrzeuge überhaupt war um ein vielfaches angefeuert. Im Mai letzten Jahres starb seine Frau Margarthe mit 87 Jahren.
Onkel Karl-Heinz während seines Besuchs bei mir auf "der Burg" im Sommer 1999

Gestern hatte Onkel Karl-Heinz seinen 89ten Geburtstag.
Nach vielen vergeblichen Versuchen gelang es mir dann endlich mit ihm zu telefonieren. Er konnte sofort was mit mir anfangen und eröffnete seinerseits das Gespräch für mich erstaunlich orientiert: "Ja, Heinz-Peter, was willste denn?" fragte er mit freundlichem Tonfall.
Auf meine Glückwünsche zu seinem Geburtstag, reagierte er belustigt, "Nein, Heinz-Peter, ich habe doch heute keinen Geburtstag, das ist noch lange hin bis da!" Dann bekam er Husten, versuchte das Gespräch nocheinmal aufzunehmen, schließlich verlor er den Faden vollends und drückte, wie man hören konnte offensichtlich mehrere Knöpfe auf dem Mobil-Telefon. Dann, während er nochmals kräftig hustete,  war das Gespräch beendet.
Herzlichen Glückwunsch Onkel Karl-Heinz! Von Herzen.

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